Die Etappen
In zwölf Etappen den Schwarzwald von Nord nach Süd zu durchqueren war beeindruckend. Ich hatte viele schöne Erlebnisse.
Für mich war es etwas Neues, solch eine lange Strecke zu wandern. Ich hatte zwar die Unterkünfte zur Übernachtung im Voraus bestellt, aber es war doch ein Abenteuer, am Morgen nicht zu wissen, wo man am Abend schläft. Ich wurde aber fast in jeder Pension sehr freundlich aufgenommen. An jedem Abend war ich ein bissel stolz auf mich. Und je mehr ich mich Basel näherte, desto mehr Kraft spürte ich in mir.
Den Weg alleine zu gehen bedeutete für mich keineswegs "Einsamkeit". Man hat viel Zeit, seinen Gedanken nachzuhängen. Man kann sich auf sich selbst konzentrieren. Vielleicht kann man dieses Stimmung unterwegs sogar als Meditation bezeichnen.
Auf jeder Etappe hatte ich wunderbare Begegnungen. So besuchten mich in Forbach zwei liebe Freunde, die ich nur aus dem Internet kannte. Ach war das ein "Hallo". In Hausach plauderte ich mit einem jungen Mädchen, das aus meiner Heimat, dem Vogtland, kam. Und unbedingt bedanken möchte ich mich bei unseren lieben Bekannten in Speßhardt. Da konnte ich das Auto stehen lassen. Und sie haben mich von Speßhardt nach Pforzheim Kupferhammer gefahren, dem Ausgangspunkt der Wanderung.
Für mich war es einmalig, auf vielen hohen Bergen des Schwarzwaldes zu stehen. Sicherlich ragten dabei "Das Höchste des Schwarzwaldes", der Feldberg und sein "Kronprinz", der Belchen noch heraus. Aber ein gleiches Gefühl hatte ich, als ich auf der Badener Höhe, der Hornisgrinde und auf dem Farrenkopf stand.
Schließlich stand ich in Basel vor dem Badener Bahnhof, dem Ziel des Westweges. Freude darüber, dass ich mein Vorhaben geschafft hatte, und ein bissel Wehmut, dass nun alles vorbei war, vermischten sich einander. Ich hatte mir nun vorgenommen, den Weg noch einmal zu gehen. Der Schwarzwald ist wunderbar und liebenswerte.
Im Folgenden möchte ich die einzelnen Etappen meiner Wanderung beschreiben.

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